News 2015 / 2016
25.01.2016   Danke für 23 Jahre Faszination Mountainbikesport
  …noch nicht einmal 30 Jahre alt und doch verabschiede ich mich voller Stolz, Erfüllung und Zufriedenheit in den MTB-Ruhestand – und das nach mehr als 8.000 Tagen im Radsport mit über 600 Wettkämpfen. Als Erzgebirgler bin ich stolz darauf, als ehemaliger 4. einer Weltmeisterschaft und Vize-Europameister im Team ein Stück deutsche Mountainbike-Geschichte mitgestaltet und in dieser Zeit unvergessliche und hochemotionale Momente sowie verschiedenste Facetten des Leistungssports durchlebt haben zu dürfen. So gelang es mir in der Saison 2004, gemeinsam mit der deutschen Staffel in der Besetzung Stefan Sahm, Moritz Milatz, Andi Weinhold und Yvonne Kraft im polnischen Walbrzych für ein Novum zu sorgen, als es der deutschen MTB-Nationalmannschaft mit Rang 2 und dem damit verbundenen Vize-Europameistertitel erstmals gelang, internationales Edelmetall in der aufstrebenden Disziplin Team Relay zu erkämpfen. Den Abend auf dem Bett liegend ausklingen zu lassen und dabei diese Medaille um den Hals zu haben – einfach Wahnsinn pur! Nie und nimmer hatten wir als vermeintliche „B-Besetzung“ mit solch einem Ausgang zuvor gerechnet, wenngleich wir alle voller Motivation und mit einer Menge Herzblut in dieses Rennen gegangen sind… Auch war es ein absolut toller Moment, einmal Deutscher Meister zu werden und bei der Siegerehrung auf der obersten Stufe stehend der Hymne zu lauschen. Ein Beweis für die Stabilität auf hohem Niveau war die Tatsache, dass ich mir in genau dieser Saison mit vier Einzelsiegen bei sechs Rennen den Gesamtsieg der Nachwuchs-Bundesliga der Junioren holte. Vermutlich würde ich in der Saison 2016 auch noch auf den Cross Country- Strecken dieser Welt unterwegs sein und „einige“ Weltranglistenpunkte holen, wenn ich wie seinerzeit im Jahr 2004 als viertbester Juniorenmountainbiker der Welt nach einer Renndauer von 1:34 h „lediglich“ 4:02 min hinter nunmehr einem der Protagonisten dieser Disziplin, dem Schweizer Nino Schurter, unterwegs sein würde… Aber so ist das Leben – alles ist im Fluss, Rahmenbedingungen entwickeln sich weiter und das ist alles in allem auch gut so… Ich bereue nicht einen der mehr als 200.000 gefahrenen Kilometer auf dem Rad, ganz gleich ob Training oder Wettkampf – ich habe jeden Einzelnen davon genossen! Gleichzeit erschloss ich mir dabei mein heimisches Erzgebirge auf einzigartige Weise und mit unzähligen atemberaubenden Augenblicken und traumhaften Perspektiven. Gänsehaut pur! Das knallharte Erfahren der eigenen Grenzen und die grandiose Naturverbundenheit – beides vereint in einem leistungssportlichen Wettkampf, zeichnete dabei die Disziplin Mountainbike Cross-Country für mich stets aus. Von 1994 bis 2000 war ich zudem im Radballsport aktiv, spielte zunächst für den SV 1870 Großolbersdorf und später für die SG Niederlauterstein. Es waren auch absolut tolle Spielzeiten, insbesondere auf den Wegen zu nationalen Meisterschafts-Endrunden. Aber die Prioritäten zählen mittlerweile an anderer Stelle: Als Geschäftsführer des Vereines zur Entwicklung der Region Annaberger Land e.V. sowie gleichzeitig in Funktion des Regionalmanagers zur Koordination des EU-Fachförderprogrammes „LEADER“ für den ländlichen Raum mit insgesamt 13 Kommunen rund um Annaberg-Buchholz liegt mir die berufliche Weiterentwicklung sehr am Herzen. Die Verantwortung sowie die vielfältigen und interessanten Aufgaben im Job bewogen mich nach reiflicher Überlegung dazu, meiner Grundeinstellung in all den Jahren treu zu bleiben, einer Sache ganz oder gar nicht sowie insbesondere voller Engagement nachzugehen. Wenn ich mein Rad an den Start bringe, möchte ich so erfolgreich wie möglich vorne mitfahren und das Rennen im Idealfall auch gewinnen. Das war mein jahrelanges Credo. Diese bewusste Entscheidung zugunsten der beruflichen Entwicklung reifte und festigte sich im Verlauf der zurückliegenden Saison. Ich bin mit mir im Reinen, bin sehr glücklich und zufrieden. Voller Erfüllung und Stolz lasse ich diesen unvergesslichen Lebensabschnitt Revue passieren. Herzlichst danke ich meiner Ehefrau Anja und meiner Familie sowie insbesondere meinen Trainern, Teamchefs, Förderern, Sponsoren, Weggefährten und meinem Heimatverein, dem RSC `93 Marienberg, für die wertvolle jahrelange Unterstützung und den Zuspruch meines Weges. Ohne dieses umfangreiche Engagement hätte ich die unzähligen Trainingslager und Wettkampfreisen nicht auf diesem Level bestreiten können. Radsport ist und bleibt meine Lebenseinstellung, entstandene Freundschaften bleiben… Gespannt und voller Vorfreude blicke ich auf den neuen Lebensabschnitt! Euer Andi

20.12.2015   Frohe Weihnachten und alles Gute für 2016
  Ich grüße zur Weihnachtszeit und wünsche allen Freunden, Partnern, Unterstützern und Wegbegleitern ein frohes Fest, gemütliche ruhige Stunden zwischen den Jahren und einen angenehmen Start in ein hoffentlich gesundes und erfolgreiches 2016! Mögen private und berufliche Vorhaben in Erfüllung gehen. Genießt die Einheiten im Gelände oder auf der Straße - das Rollentraining kann zu Ungunsten aller Wintersportler und –Freunde weichen. An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön meinen Sponsoren und Wegbegleitern für die Treue, Unterstützung und das vertrauensvolle Miteinander – dieses ist sehr, sehr wertvoll und ich weiß die Form der Zusammenarbeit zu schätzen.
26./27.09.2015   Sieg ist Sieg – Platz 1 zum Abschluss meines 23. Wettkampfjahres auf zwei Rädern
  Was für ein Ende meiner 23. Wettkampfsaison im Radsport. Kein besseres Drehbuch hätte es geben können… Im thüringischen Arnstadt beendete ich nach vielen spannenden Rennen voller Kampf, Genuss und Erfüllung mein Sportjahr 2015 – wohlwissend vor dem Hintergrund noch anstehender Highlights bis Jahresende… Der Sonnabend hielt das Finale des Mitteldeutschlandcups bereit. Nach äußert wenigen Trainingseinheiten mit noch weniger Umfang wollte ich einfach das Maximum im Rahmen der tatsächlichen Möglichkeiten herausholen. Nach dem Start zunächst an Position 5, hatte ich direkt nach der Startloop technische Probleme, musste reparieren und fiel komplett zurück. Mit einer großen Lücke zum Rest des Feldes quälte ich mich durch das Rennen. Letztlich stand kein brauchbares Ergebnis zu Gute, nach vorn waren es Welten. Der Sonntag galt dem Bewegungswelten-Marathon. Durch den historischen Stadtkern begaben wir uns in Richtung Thüringer Wald auf eine Anspruchs- und vor allem landschaftlich reizvolle Strecke südlich von Arnstadt. An dieser Stelle den Organisatoren und Verantwortlichen nochmals großen Respekt für die Umsetzung dieses gelungenen Rennwochenendes – echt spitze! Einmal mehr voller Hochgenuss und absoluter Erfüllung – das ist kein Scherz sondern vielmehr der Fakt – schob ich mein Rad an die Startlinie. Nach dem Startschuss spulte ich meinen Stiefel ab, fühlte mich das Rennen über ziemlich wohl, wusste jedoch nicht, in welchen Regionen ich platzierungsseitig unterwegs war. Die verschiedenen Streckenlängen und Altersklassen wurden alle zeitgleich am frühen Vormittag auf dem Markt gestartet. Doch mein Plan hatte Bestand, ich zog durch und bog im letzten Einsatz 2015 als Erster in das Zieleinfahrt ein, während ein Großteil der Teilnehmer längere Renndistanzen wählten. Und somit war der Weg frei, ich sicherte mir den Sieg und war einfach nur glücklich. Auf weitere Renneinsätze im Spätherbst/Winter 2015 verzichtete ich ganz bewusst und aus gutem Grunde…
19./20.09.2015   Starker Support aus der Heimat – Doppelter Einsatz in Bad Salzdetfurth
  Im Rahmen der Mitteldeutschen Meisterschaft, gleichzeitig gewertet als Rennen zum Deutschland-Cup sowie zum Mitteldeutschlandcup, führte uns Mountainbiker ein komplettes Rennwochenende nach Bad Salzdetfurth in Niedersachsen. Bekannt als Austragungsort Deutscher Meisterschaften und Rennen zur Internationalen MTB-Bundesliga boten die Verantwortlichen vor Ort im Bike- & Outdoorpark absolut professionelle Bedingungen, um die diesjährigen Wettkämpfe durchzuführen. Man fühlt sich als Fahrer bei derartigen Veranstaltungen rundum einfach wohl. Zusätzlich dazu bei trug die Tatsache, dass urplötzlich die komplette Familie als lautstarker Fanclub am Streckenrand auftauchte. Was für eine Überraschung, ich bin einfach unendlich dankbar für diesen geilen und absolut emotionalen Support!!! Ihr seid einfach nur Spitze! Still und heimlich hatten sich die treuesten Fans aus der Heimat gen Norden aufgemacht… DANKE! Die Witterungsbedingungen sollten mir mit Regen und Matsch zwar grundsätzlich in die Karten spielen, doch ohne entsprechende Form werden auch derartige Streckenverhältnisse zur echten Herausforderung und Qual. Ich fühlte mich dennoch pudel wohl und konnte an Tag 1 zunächst die Spitzengruppe halten. Im Rennverlauf rutschte ich jedoch zunehmend nach hinten und leider auch aus den Podiumsrängen. Es fehlten einfach die notwendigen Körner und harten Trainingsbelastungen, um in solch einem Geläuf durchzuziehen und Akzente an der Spitze setzen zu können. So stand am ersten Tag im Rahmen der Meisterschaft Rang 7 zu Buche, am Folgetag reichte es beim Lauf zum MDC nicht für die Top Ten. Nach zunächst wiederum gutem Gefühl verließen mich dann doch recht schnell die Kräfte, als die Post so richtig ab ging. Hinzu kamen Unkonzentriertheit in den technischen Passagen und als unschönes „i-Tüpfelchen“ ein Sturz, der echt richtig dumm hätte ausgehen können. Anschließend setzte ich zwar das Rennen fort, jedoch mehr oder weniger mit angezogener Handbremse beziehungsweise einer gehörigen Portion Respekt. Keine guten Wegbegleiter in einem Wettkampf – ganz gleich in welcher Sportart.
13.09.2015   Platz 9 in Bayreuth
  In Bayreuth stand ein weiterer Lauf zum Alpina-Cup 2015 auf dem Programm. Mit besten Erinnerungen reiste ich nach Bayern, hatten wir doch schon in den 2000er Jahren die Nachwuchssichtung auf dem Gelände oberhalb der Festspielwiese und ich konnte damals aufs Podest springen. Mit dieser Hoffnung auf eine ähnliche Platzierung stand ich in diesem Jahr neben starker Konkurrenz an der Startlinie. Doch schon in den ersten Anstiegen hinauf zum Wasserturm merkte ich, dass am heutigen Tag nicht alle Träume würden in Erfüllung gehen. Es lief sehr zäh, die Beine hatten nicht den Druck und es wurde zunehmend schwieriger, die Platzierung um Position 5 herum zu halten. Letztlich ging es noch etwas nach hinten und ich fand mich am Ende in der Männer-Wertung auf Rang 9 wieder. Das war nicht das Resultat, welches ich mir vorgestellt hatte.
02.08.2015   Erzgebirgs-Bike-Marathon Seiffen – Mit Form an wunderbarem Tag aufs Podest
  …Gehofft hatte ich zwar darauf, aber nicht wirklich damit gerechnet: Mit guter Form und starken Beinen im heimischen Erzgebirge ein Rennen zu fahren ist immer wieder schön. Aber noch viel schöner ist es jedoch, wenn dieser Fight erfolgreich endet. Und so bin ich mit dem diesjährigen Rennverlauf des EBM hochzufrieden. Auf der mittleren Strecke, der 70 Kilometer- Distanz, hatte ich vom Start weg Druck auf dem Pedal und auch das Gefühl, noch zusetzen zu können. Zwar waren im weiteren Rennverlauf die Jungs ganz vorn doch noch etwas schneller unterwegs, allerdings fuhr ich mein "eigenes Rennen" und hatte dabei stets folgenden Spruch im Hinterkopf: "Angriff ist die beste Verteidigung". In der kompletten zweiten Runde war ich im "70er" Rennen auf Gesamtrang 3 unterwegs, ehe dann Benjamin Michael doch mit den letzten Körnern besser bestückt war und den finalen Kilometer des Rennens hinauf zur "Alp de Wettin" an mir vorbeizog und verdient Bronze sicherte. Wie dem auch sei, für mich persönlich ein tolles Gefühl, auf Gesamtrang 4 ins Ziel zu kommen, was sich in der Herren-Elite- Kategorie mit dem Silberrang auf Platz 2 echt auszahlte. Damit hieß es 2x Siegerehrung. Zahlreiche bekannte Gesichter, gute Form, ein schönes Rennen und ein erfolgreicher Ausgang – rundum ein gelungenes Wochenende, welches wir einmal mehr in bester Erinnerung behalten werden. Der Wohlfühlfaktor zu solch einer bestens organisierten Veranstaltung wird großgeschrieben – was will das Herz eines Mountainbikers mehr…? Vielen Dank für die vielen, vielen Anfeuerungsrufe – einfach GEIL!
26.07.2015   Sieg mit den Teamkameraden des RSC 93 Marienberg in Johanngeorgenstadt
  Ein langersehnter Erfolg, und noch dazu in der Heimat! Beim sehr gut organisierten Kamm-Bike-Cross in Johanngeorgenstadt fuhr ich gemeinsam mit Vereinskamerad David Seidel aus Annaberg-Buchholz sowie unserem "Gaststarter" und guten Freund Paul Lichan aus Luckenwalde in der 3er- Teamwertung auf der 46 Kilometer- Distanz zum Sieg. Ein absolut geiles Gefühl, in der Heimat auf dem Podest zu stehen. Und noch dazu ganz oben. Absolut herrlich. Zur Einzelwertung in der Kategorie Herren-Elite: Hier holte sich David Seidel den Sieg, ich fuhr auf Rang 2 und Paul Lichan folgte mit einem bravourösen Rennen auf Platz 3.

11.07.2015   Deutschland-Cup Pracht – Erweitertes Podium mit Rang 5
  Im Westerwald stand ein Lauf zum Cross Country Deutschland- Cup 2015 auf dem Programm. Aufgrund der staubtrockenen Streckenverhältnisse erwartete uns trotz der Höhenmeter ein extrem schnelles Rennen. Und bereits in Runde 1 ging die Post ziemlich ab. Ich fühlte mich gut und fuhr selbstbewusst in der Spitzengruppe mit. Dann bot sich die Chance, die Führungsposition einzunehmen und so dachte ich mir "Angriff ist die beste Verteidigung". Ich fuhr kurz von vorn, wurde jedoch in den Anstiegen "zurechtgewiesen" und rangierte nachfolgend auf Rang 3. Im weiteren Rennverlauf behielt ich in etwa die Positionen, bis gegen Ende doch der Hammer kam und ich mich beim Zieldurchlauf auf Position 5 wiederfand. Dennoch ein schönes Ergebnis, mit welchem ich absolut zufrieden bin. Im Deutschland- Cup auf dem erweiterten Podium zu stehen – einfach ein schönes Gefühl.

04./05.07.2015   Doppelter Einsatz am Bismarckturm – Bronze in Weißenfels
  Im Rahmen des MTB Deutschland- Cups 2015 ging es für uns zu einem Doppeleinsatz nach Weißenfels (Sachsen-Anhalt). Beste Erinnerungen hatte ich an den Rundkurs mit Start und Ziel am ehrwürdigen Bismarckturm: Im Jahr 2002 holte ich mir als Sieger des Jugendrennens eine gelungene Trophäe - den "Weißenfelser Jungen". Und da es im Rahmen des Deutschland- Cups bereits am Sonnabend einen XCE- Eliminator-Sprint zu bestreiten galt, wollte ich diese kurzen intensiven Einheiten als optimale Vorbelastung für das darauffolgende Cross Country- Rennen am Sonntag bewusst nutzen. In den Heads erreichte ich jeweils als Zweiter die nächsten Runden und fand mich im Finale wieder. Hier wurde ich Dritter und holte mir mit dieser Podiumsplatzierung erneut eine Trophäe, diesmal eine liebevoll gestaltete Gipsplastik des Bismarckturmes. Das Rundstreckenrennen, ausgetragen als Lauf zum Deutschland- Cup, wollte ich auch in Richtung Podium beenden. Nachdem ich nach der ersten Runde noch Kontakt zur Spitzengruppe hatte, verlor ich diesen zunehmend und wurde von Position 5 bis auf 11 durchgereicht. Ein weniger schöner Rennverlauf, wobei ich mit der Hitze nicht unbedingt Probleme hatte als vielmehr mit einem zu keiner Zeit richtig gestarteten Motor. Es fehlte wirklich die Kraft auf dem Pedal. Sehr ärgerlich und keinesfalls zufriedenstellend. Aber so ist der Sport.

27.06.2015   Tschechien als gutes "Pflaster": Podest bei Kurzmarathon in Mariánská
  Direkt in der Folgewoche der DM, bei welcher ich mein gestecktes Ziel nicht erreicht hatte, versuchte ich erneut, Wettkampfkilometer und vor allem ein Erfolgserlebnis zu sammeln. Und das mit gutem Ausgang: Der Kurzmarathon über 30 Kilometer im kleinen Örtchen Mariánská unmittelbar hinter der sächsisch-tschechischen Grenze oberhalb der Bergstadt Jachymov bot ideale Bedingungen, um sich innerhalb eines Rennens wieder in Schwung zu fahren. Nach einer kurzen Phase der Spitzengruppe, welche sich nach gut 30 Minuten zerstückelte, setzte ich den Rest des Rennens meinen Wettkampf allein um, sowohl nach vorn als auch nach hinten mit gewissem Abstand. Jedoch gelang es mir ab Rennmitte zunehmend, den Abstand zu den beiden Erstplatzierten stetig zu verringern. Sogar bis auf Sichtkontakt kam ich nochmals heran, aber mehr auch nicht. Mit Rang 3 gelang es mir dabei zum dritten Mal in diesem Jahr, bei unseren tschechischen Nachbarn auf das Podium zu fahren. Eine schöne Geschichte…
21.06.2015   Deutsche Meisterschaft Cross Country in Saalhausen
  Das nationale Highlight für die Rundstreckenspezialisten im Gelände stand in diesem Jahr im sauerländischen Saalhausen auf dem Programm. Die Runde, auf welcher ich in meiner Jugendzeit im Jahr 2002 innerhalb des Nachwuchsbundesligarennens Silber holen konnte, bot wieder zahlreiche Höhenmeter und kernige technische Passagen. Und die Witterungsbedingungen taten ihr Übriges dazu. Schlammiges Terrain und immer neue Regenschauer machten das Unterfangen für alle Starter nicht einfacher. Ich wollte "von hinten" bedacht nach vorn fahren, hatte zunächst auch gute Beine und reihte mich um Position 20 ein. Jedoch ging die "Eisenbahn" nach vorn recht schnell ab, leider ohne Mich. Es fehlten die Körner, um sich tatsächlich in Richtung Top 15 vorzuarbeiten. Letztlich platzierte ich mich auf Rang 25 und konnte mit diesem Ergebnis natürlich nicht zufrieden sein.
13.06.2015   Silber in Tschechien
  Einen derartigen Wetterumschwung habe ich in meinen 23 Jahren Rennsport auch noch nicht erlebt… Nach "bulligen" 30°C in den Weiten von Uhostany oberhalb der Stadt Kadan im Egergraben wechselte das Wetter schlagartig: Sturm zog auf und der Hagel kam, brachte einen Temperaturrückgang von mindestens 15°C mit sich und "spülte" mich letztlich auf das Podium. Und was für Bedingungen hatten nun alle Starter zu ertragen: Ich fühlte mich nach gutem Start auf Rang drei extrem wohl, als das Wasser kam. Nun versuchte ich, nochmals alles nach vorn zu werfen. Aber die Abstände blieben sowohl nach vorn als auch nach hinten konstant. Mit meinem Rennen war ich sehr zufrieden. Ein schöner Erfolg, im Ausland auf das Podest zu fahren.

30.05.2015   "Verwachstes" erstes Saisondrittel endet mit Happy-End
  Die Monate März, April und Mai hielten für mich wettkampftechnisch sowohl Höhen als auch unangenehme Tiefen bereit – aber so ist nun mal der Sport. Mit den nachfolgenden Zeilen fasse ich das bisherige Renngeschehen dieser Saison zusammen.

Krušnohorský maraton Lesná/ CZE
Den langersehnten ersten Podestplatz 2015 errang ich auf der böhmischen Seite des Erzgebirgskammes. Am vierten Maiwochenende holte ich mir Rang 2 über 50 Kilometer in der Kategorie M20. Es war ein Rennen ganz nach meinen Vorstellungen. Erstmals im Jahr 2015 konnte ich auch selbst agieren und nicht immer nur reagieren, wie es in den vorhergehenden Wochen zumeist der Fall war. Gemeinsam mit meinem ehemaligen Biker-WG-Kollegen Sascha Heinke (Firebike Drössiger) und weiteren tschechischen Fahrern konnten wir an den intensiven Anstiegen der Südseite des Erzgebirgskammes eine zunächst siebenköpfige Spitzenruppe aufstellen. Allerdings splittete sich diese und fortan waren wir hinter einem tschechischen Spitzenduo und mit dem von hinten auffahrenden Marcel Stein als dreiköpfige Verfolgergruppe unterwegs. Nach seinem defektbedingten Ausfall kamen wir letztlich in der Gesamtwertung auf die Ränge drei und vier.

Alpina-Cups Wüstenselbitz und Bad Alexandersbad
In Bayern gab es während der Mai-Monate leider nichts zu holen: Nach 23 Jahren Trainings- und Wettkampfbetrieb musste ich erstmals mit einer gerissenen Kette die Segel vorzeitig streichen. So kam ich auf dem intensiven Wurzelkurs nicht einmal eine Zieldurchfahrt weit, bereits in Runde 1 war das Rennen für mich beendet.

Perštejnské Giro – Perštejn/ CZE
Die regionale tschechische Rennserie "Pohár Peruna 2015" fand seinen Auftakt im böhmischen Egertal. Vor den Toren des Erzgebirgskammes erfolgte der Startschuss für ein absolut selektives Mountainbike-Rennen unweit der Heimat. Nach meiner Virusinfektion galt es, erneut wertvolle wettkampfspezifische Radkilometer zu sammeln. Und insbesondere an den Anstiegen hatte ich für den Trainingsstand ein gutes Gefühl, ohne dabei zu überziehen. Zunächst konnte ich mich im Bereich der Spitze festbeißen, allerdings ging "die Post" in den Steilstücken hinauf zum Kamm letztlich ohne mich ab, dazu fehlten einfach die nötigen Körner. Stabil kam ich auch durch die zwischenzeitliche Regenphase und bergab war es das beste Training in Sachen Fahrtechnik, welches sich ein Biker vorstellen kann. Wurzel- und Steinpassagen, Sand und Wiesenabschnitte – von allem war etwas dabei. Ich erreichte das Ziel 2:05 h Renndauer auf Gesamtrang 16, was in der Männerkategorie M 20 Platz 6 bedeutete, womit ich als Standortbestimmung zufrieden war.

Internationale KMC-Bundesliga #1 – Wombach
Den diesjährigen Bundesligaauftakt hatte ich ganz fest im Terminplan verankert, allerdings machte mir ein unschöner Magen-Darm- Infekt einen heftigen Strich durch die Rechnung. An ein seriöses Training war in der Vorwoche nicht zu denken, also verzichtete ich auch auf die Reise gen Hessen, um mich stattdessen in der Heimat zu erholen. Sehr, sehr schade, zumal es das erste Treffen der Saison mit den RADWERK-Teamkameraden gewesen wäre…

18.04.2015   Hochkarätiges Fahrerfeld beim UCI-Class 1 im tschechischen Teplice
  Nachdem ich mich aufgrund des Bautzen-Sturzes Ende März erst seit einer Woche wieder im Trainingsbetrieb befinde, galt es beim ersten Rennen der nationalen tschechischen MTB-Liga (gleichzeitig ging es um UCI-Weltranglistenpunkte) wichtige Intensitäten und Wettkampfkilometer zu sammeln, um wieder Anschluss zu finden. Ein absolut hochwertiges Rennen im böhmischen Becken unweit des Erzgebirgskammes. Da ich über keine Weltranglistenpunkte verfüge, nahm ich das Rennen um Position 70 aus vom Ende des Feldes auf. Trotz der bekannten Startturbulenzen gelang es mir, wichtige Positionen gut zu machen. Nach dem ersten von acht Rundendurchläufen fand ich mich auf Rang 41 wieder. An den Anstiegen des selektiven Rundkurses im Stadtpark der tschechischen Bäderstadt war ich leider ohne Druck mehr oder weniger mit "Standgas" unterwegs. Wirklich nach vorn ging leider nichts, sodass ich mit leichtem Rückwärtsgang letztlich auf Position 50 gewertet wurde. Es siegte der amtierende Cross-Country- Olympiasieger Jaroslav Kulhavy aus Tschechien. Für mich war es eine wichtige Belastung für das kommende Wochenende, an welchem der deutsche Bundesligaauftakt in Wombach bei Lohr ansteht.

29.03.2015   Mitteldeutscher Bike-Auftakt im Bautzener Humboldthain – MDC #1
  …Und wieder Bautzen: Wie bereits im Jahr 2010 habe ich in der Lausitz nicht das Ziel gesehen. Gegen Rennmitte erwischte es mich in einer Steilabfahrt, den Lenker verriss es über einer Querwurzel, ich stürzte per Highsider mit voller Wucht auf Schulter und rechte Körperhälfte und lag da, ohne jegliche Chance auf Wiederaufnahme des Rennens… Nach einem vierstündigen Check in der Notaufnahme wurden glücklicherweise keine Brüche oder Bänderrisse diagnostiziert, allerdings waren Schulter und Rippen stark geprellt. Was folgte, war eine zweiwöchige Zwangspause ohne Rad, da Erschütterungen kein seriöses Training ermöglichten. Kurz noch zum Renngeschehen: Nach dem Start aus Reihe eins positionierte ich mich zu Beginn auf Rang fünf, musste jedoch bis zum Sturz einige Fahrer passieren lassen und lag zwischendurch auf Position 12.

02.02.2015   2015 Erfolgreicher Saisonauftakt – 20. Mitteldeutsche Crosslaufserie der Radsportler
  Für den Radsportclub RSC 'Marienberg gab es einen erfolgreichen Einstieg in das Wettkampfjahr 2015 zu verzeichnen: Anlässlich der 20. Ausgabe der Crosslaufserie für Radsportler, welche sich von einst westsächsischem Gebiet mittlerweile auf mitteldeutsches Territorium ausgedehnt hat, erzielten insbesondere die Elite-Männer hervorragende Tages- und Endergebnisse. Bereits zum Serienauftakt am 11. Januar erkämpfte RSC-Neuzugang David Seidel aus Annaberg-Buchholz auf dem Gelände des Zwickauer Westsachsenstadions einen 2. Platz in der Einzelwertung. Somit holte er das erste Podest für die "Schwarz-Gelben" im neuen Wettkampfjahr. Das einzig noch aktive Gründungsmitglied des Vereines, der Hilmersdorfer Andi Weinhold, erreichte in Westsachsen zum Auftakt Rang 8. Da der 2. Lauf, angesetzt in Chemnitz, kurzfristig ersatzlos gestrichen wurde, nahmen die Radsportler am 25. Januar die nächste Station in Angriff, welche sie in das Sportpark Ostra nach Dresden führte. Der Pobershauer Moritz Dehne startete im Rahmen einer trainingsmethodischen Spitzenbelastung mit seinen Stützpunkt-Kameraden und erreichte in der Altersklasse Jugend knapp hinter dem Podiumsplätzen Rang 4. David musste krankheitsbedingt kurzerhand absagen und so spurtete Andi in diesem Lauf ebenfalls wie Moritz auf Rang 4. Das Serienfinale fand seine Austragung in Weißenfels/Sachsen-Anhalt. Hier waren aus Sicht des RSC erneut Andi und David am Start, und dies mit Ambitionen und Aussichten auf das Siegerpodest der Tages- und Gesamtwertung. Dementsprechend gingen beide motiviert in die ersten Runden und konnten ihr Leistungen abrufen. Für David lief es nahezu perfekt, er landete hinter Tages- und Gesamtsieger Martin Mittelstädt aus Finsterwalde auf Rang 2. Andi zeigte eine solide Laufform, platzierte sich in der Tageswertung auf Position 5 und erkämpfte hinter dem Finsterwalder Duathlon-Spezialisten in der Endabrechnung aller Läufe einen starken 2. Platz. Für David stand hier ein 3. Platz und somit Bronze zu Buche. Moritz war zum Finallauf nicht am Start. Fazit: Im Männerbereich gab es das schon lange nicht mehr. Zwei Sportler des RSC holten neben Podestplatzierungen in den einzelnen Läufen insbesondere mit Silber und Bronze zwei Ränge auf dem Gesamtpodium – sehr stark!
Der Vorstand des RSC '93 Marienberg gratuliert allen Sportlern recht herzlich.
22.12.2014   Grüße zum Jahreswechsel und herzlichen Dank
  Diese Zeilen möchte ich nutzen, um Anja, meiner Familie sowie meinen Freunden und Bekannten für die aufopferungsvolle Unterstützung in den zurückliegenden Monaten zu danken. Ein ganz besonderer Dank gilt den Verantwortlichen und Fahrern des RADWERK RACING TEAMs für die unvergesslichen Momente und das Engagement in der Saison 2014. Und an dieser Stelle gebührt ein großes Dankeschön meinen Sponsoren und Partnern aus der Heimat, welche mich mit großem Vertrauen begleiten und seit vielen Jahren auf wertvolle Weise unterstützen. Wir sind als Team zusammengewachsen. Erfolg funktioniert nur in der Gemeinschaft, und das zeichnet unser Zusammenwirken aus!
Ich wünsche Euch und Ihnen alles Gute, vor allem beste Gesundheit, Optimismus, Schaffenskraft sowie Glück und Erfolg. Genießt die ruhigen Tage zwischen den Jahren sowie einen angenehmen Jahreswechsel in ein ereignisreiches Jahr 2015.

Euer Andi

RADWERK RACING TEAM
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